Ohne Titel.
Eisen, geschmiedet und patiniert,
a. Plinthe sig. "Wiggli",
H: 51 cm
Nach dem Gymnasium absolvierte Oscar Wiggli eine Mechanikerlehre, gefolgt von zwei Semestern Architekturstudium an der ETH Zürich, bevor er sich 1953 an der Académie de la Grande Chaumière in Paris zum Bildhauer ausbilden liess. In Grosshöchstetten arbeitete er bei einem Steinmetz und bezog 1955 sein eigenes Atelier im jurassischen Muriaux, das er bis zu seinem Lebensende betrieb. Wiggli vertiefte seine Kenntnisse im Schmiedehandwerk, erhielt ein Eidgenössisches Kunststipendium und nahm 1958 an der 2. Plastikausstellung in Biel teil. Er profilierte sich als Eisenplastiker, schuf daneben jedoch auch Wachsarbeiten. 1972 wurden seine Werke in der Berner Kunsthalle gezeigt, und drei Jahre später erhielt er den Solothurner Kunstpreis.
Oscar Wigglis abstrakte Eisenplastiken deuten - trotz reduziertem Formenvokabular - mit ihrer organischen Körperlichkeit den weiblichen Torso an. Die Bearbeitung und Verformung des Werkstoffes Eisen mittels verschiedener mechanischer und hydraulischer Hammerwerkzeuge führt zu einer Verlebendigung des Materials mit hautartig gespannter Oberfläche. Hierbei entsteht eine Synthese aus künstlerischer Arbeit und grossindustriellen Produktionsbedingungen. Das angebotene Objekt besticht durch das Spannungsverhältnis zwischen starren Partien und fliessenden Wölbungen.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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