Winterlandschaft in der Morgensonne mit Berner Alpen.
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)11 u.l.,
56x62 cm
Sein Studium absolvierte Plinio Colombi am Technikum in Winterthur, wo er schon bald in die kunstgewerbliche Abteilung wechselte. Nach einem Aufenthalt in Paris arbeitete er als Dekorationsmaler in Bern und war ab 1897 ausschliesslich als freier Künstler tätig. Colombi lebte und arbeitete an unterschiedlichsten Orten, so folgten auf Paris und Bern Belgien, der Jaunpass, Peccia im Maggiatal, Kirchdorf bei Wichtrach und schliesslich Spiez, wo der Künstler später auch starb. Colombi verpflichtete sich hauptsächlich der Landschaftsmalerei, die motivisch vom Engadin, vom Berner Oberland, vom Lötschental, vom Simmental und vom Diemtigtal inspiriert ist. Nach seinem Umzug nach Spiez beschäftigte er sich vorzugsweise mit Thunerseelandschaften. Daneben standen Stillleben und namentlich Disteln im Zentrum seines Schaffens, das stets seine Vorliebe für das grafische Gewerbe verrät. Werke des neben Emil Cardinaux zu den Pionieren der Schweizer Plakatkunst zählenden Colombi sind heute im Kunstmuseum Bern, im Bündner Kunstmuseum Chur und im Kunstmuseum St. Gallen zu finden.
Das Sujet des vorliegenden Gemäldes ist Ausdruck von Colombis lebhaftem Interesse an der Wiedergabe von Schnee, der hier in feingliedrigen Strukturen und Farbabstufungen wiedergegeben ist. Colombis Kompositionen sind bestimmt durch Gegenstandstreue und Linearität, was im angebotenen Werk durch die horizontale Bildaufteilung in Vorder-, Mittel-, und Hintergrund zum Tragen kommt. Zusätzlich besticht die Arbeit durch eine Palette gedeckter Farben, die die verschlafene Landschaft kennzeichnen, während die Morgensonne bereits einzelne Berggipfel der Niesenkette sanft erreicht hat.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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