Frauenakt.
Bronze, patiniert,
a. Plinthe sig. u. dat. (19)79, Giesserstpl. "Cire Perdue/F. Amici/Mendrisio",
H: 172 cm
Der Schweizer Künstler Lindi, mit bürgerlichem Namen Albert Lindegger, professionalisierte schon während seiner Schulzeit, unter anderem bei Theodor Volmar und Philipp Ritter an der Berner Gewerbeschule, sein Interesse an künstlerischen Ausdrucksformen. Den Rufnamen ®Lindi¯, den er später auch als Familiennamen annahm, erhielt er in jungen Jahren von seinen Mitschülern. 1926 zog Lindi nach Paris, um bei André Lhote und Roger Bissière zu studieren und in der dortigen Kunstszene Fuss zu fassen. Bereits im Folgejahr nahm er am Pariser Salon d'Automne teil und pflegte enge Künstlerfreundschaften mit Kurt Seligmann, Varlin und Alberto Giacometti. 1931 gründete er zusammen mit seinen Berner Weggefährten Tonio Ciolina, Max von Mühlenen und Hans Seiler die avantgardistische Künstlergruppe "Der Schritt weiter". Etwa zeitgleich erlangten auch seine Zeichnungen und Karikaturen mit politisch-gesellschaftskritischem Impetus Erfolge und wurden in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Lindis malerisches Werk der 1930er Jahre hingegen erhielt auf Reisen durch Europa, Nordafrika und den Balkan sein Gepräge. Mit dem Ausbruch des Nationalsozialismus liess sich der Künstler wieder in Bern nieder, von wo aus er fortan als eiserner Widersacher mit politischen Karikaturen gegen faschistische Regimes auftrat und sich so als "zeichnender Reporter" etablierte. Ab 1942 illustrierte er für die Büchergilde Gutenberg in Zürich Werke der Weltliteratur. Ab 1965 lebte Lindi mit seiner Familie in Agarone. Neben Karikaturen, Buchprojekten und Gemälden fertigte er auch Arbeiten für den öffentlichen Raum an und erhielt Aufträge für ortsspezifische Werke, wie etwa für das Bernische Lehrerinnenseminar Bern-Marzili. Des Weiteren drehte er in den 1950er und 1960er Jahren mehrere Filme und schuf Keramiken und Skulpturen.
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