Werkensemble "Der Verletzlichkeit Raum geben" mit Skulptur und Gemälde.
Holz, in Rottönen gefasst, bzw. Öl auf Leinwand,
a. Plinthe sig., dat. (19)92,
Skulptur H: 253 cm, Gemälde 215x220 cm, ungerahmt
Schang Hutter absolvierte 1950-1954 eine Lehre im elterlichen Steinmetzbetrieb in Solothurn und besuchte in zeitlicher Parallele dazu die Kunstgewerbeschule in Bern, wo er von renommierten Künstlern wie Gottfried Keller und Eugen Jordi unterrichtet wurde. 1954 setzte er sein Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste unter Josef Henselmann fort. Während dieser Zeit wurde er nachhaltig von den Spuren des Zweiten Weltkrieges geprägt, was seine künstlerische Entwicklung entscheidend beeinflusste. 1961 kehrte er nach Solothurn zurück und richtete sich in der Klosterkirche St. Josef ein Atelier ein. Stilistisch inspiriert von Künstlern wie Wilhelm Lehmbruck und Alberto Giacometti, entwickelte Hutter seine formal reduzierten, überlängten Kunstfiguren, die zu seinem Markenzeichen werden sollten. Im Pappel- und Tannenholz fand er das perfekte Material, das - maschinell bearbeitet - für seine marionettenhaften, anonymisierten Figurengruppen zum Einsatz gelangte. Ab den späten 1970er Jahren wandte sich der Solothurner von der Strenge seiner früheren Werke ab und suchte seine Skulpturen fortan mit Bewegung und Mimik zu beleben. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Hutter als politischer Aktivist bekannt. Dies spiegelt sich auch in seinem Werk wider, das oft von sozialpolitischen Themen wie Gerechtigkeit und Solidarität durchdrungen ist. Nach Jahren in Hamburg und Berlin kehrte der Bildhauer 1991 ins Solothurnische zurück. Für sein jahrzehntelanges Schaffen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen, darunter das Eidgenössische Kunststipendium und den Preis der Biennale.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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