"Sanglier dans la plaine".
Mischtechnik mit Erde, Holzwolle und Ölfarbe auf Leinwand,
verso sig., dat. 1996 u. betitelt,
65x81 cm
Provenienz: Privatbesitz, Westschweiz.
Der französische Maler Paul Rebeyrolle, als Kind aufgrund seiner Knochentuberkulose lange Zeit immobil, zog nach der Befreiung Frankreichs 1944 nach Paris, um die Altmeister, aber auch den Kubistenkreis um Pablo Picasso zu studieren. Schnell erkannte die Kunstszene an der Seine sein Talent. Er erhielt - nicht unumstritten - namhafte Aufträge und wurde nur wenig später zu ersten Ausstellungen in die renommierten Salons eingeladen. Seinen Stil bezeichnete man anfänglich als realistisch, obwohl seine Bildinhalte teils stark verzerrt und seine Figuren in bewusst hässlicher bis brutal übersteigerter Manier von der Leinwand blickten. Gewalt und Wut bildeten später zentrale Themen von Rebeyrolles künstlerischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart und den politischen Gegebenheiten. Als Kommunist eckte er vielerorts an, dennoch brach er vollständig mit der Ideologie nach der Niederschlagung der Aufstände in Ungarn 1956. Damals war er beruflich bereits arriviert, präsentierte in Einzelausstellungen und nahm 1959 den ersten Preis der Pariser Biennale entgegen. Rebeyrolle war stets unterwegs - in Spanien, Grossbritannien, in den Vereinigten Staaten und in Kuba - immer auf der Suche nach neuen Eindrücken. Er malte grosse Werkserien zu aktuellen politischen Themen, die alle zu den Höhepunkten seines Oeuvres zählen, und blieb bis zu seinem Tod ein vielschichtiger Künstler mit prägnanter Aussagekraft.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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