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DERAIN, ANDRÉ

Chatou 1880 - 1954 Garches

Chapelle St-Sixte à Eygalières.


Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
33x41 cm

Verso Etikett: Fine Art Packers, Frame Makers, 17 & 18, Nassau Street, Mortimer Street, W.

Provenienz: Paul Guillaume, Paris; Privatbesitz, Schweiz.

Literatur: Georges Hilaire, André Derain, Genève 1959, Tafel 160; Michel Kellermann, André Derain. Catalogue Raisonné de l'oeuvre peint, Bd. 2, Paris 1996, S. 60, Nr. 626 (mit Abbildung, dort betitelt "Paysage aux environs d'Arles").

Bereits während der Schulzeit fiel André Derains zeichnerische Begabung auf. Obwohl seine Eltern ihm eine Laufbahn als Ingenieur zugedacht hatten, knüpfte er auf der École des Mines in Paris Bekanntschaften, die ihn in die lokale Kunstszene einführten. 1898/99 besuchte er unter Eugène Carrière die Académie Camillo und lernte 1900 Maurice de Vlaminck kennen, dessen Freundschaft zentraler Bestandteil für sein künstlerisches Fortkommen werden sollte. Im Zuge einer gemeinsam mit Henri Matisse bestrittenen Ausstellung 1905 im Salon d'Automne etablierte sich der Begriff "Fauves", zu deren Hauptvertretern André Derain zu zählen ist. Die Arbeiten des jungen Künstlers weckten das Interesse der renommierten Galeristen und Kunsthändler Ambroise Vollard und Daniel-Henry Kahnweiler, die zahlreiche von Derains Werken erwarben. 1907 zog der Franzose ins Atelierhaus Les Fusains im Pariser Montmartre ein. In den folgenden Jahren unternahm er mehrere Studienreisen, pflegte engen Kontakt zu Pablo Picasso und Georges Braque und setzte sich mit dem Kubismus auseinander. Bis Ende der 1920er Jahre war André Derain äusserst erfolgreich, jedoch brachte ihm seine damalige Hinwendung zum Figürlichen und die damit verbundene Indifferenz gegenüber avantgardistischen Strömungen Kritik ein, die sich u.a. in der Schrift "Pour ou Contre Derain" manifestierte. Der Nachfrage seiner Kunst tat dies zwar keinen Abbruch, doch zog sich der Künstler mehr und mehr aus der Pariser Szene zurück und siedelte 1935 nach Chambourcy über, wo er auch bis zu seinem Tod wohnte. Während sich in Derains Frühwerk die verschiedenen Stilphasen noch in klarer zeitlicher Abgrenzung ausmachen lassen, so ist sein späteres Werk von einer zeitgleichen Durchmischung verschiedenster Malstile und -techniken gekennzeichnet. Seine schöpferische Vielseitigkeit macht sich ebenso bemerkbar in der breiten Palette der von ihm beackerten Kunstgattungen, die u.a. auch Entwürfe für Bühnendekorationen und Kostüme umfassen.

Das vorliegende, um 1930/31 entstandene Werk zeigt die Kapelle St-Sixte, ein romanisches Bauwerk des 12. Jahrhunderts in der Nähe der südfranzösischen Gemeinde Eygalières. In Derains Werk finden sich viele Ansichten dieses kleinen Ortes, den der Künstler anfangs der 1930er Jahre besucht hatte. Bei der Gestaltung seiner Landschaften liess er sich vom bedeutenden französischen Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot inspirieren.


Provenance: Paul Guillaume, Paris; Private ownership, Switzerland.

Literature: Georges Hilaire, André Derain, Genève 1959, plate 160; Michel Kellermann, André Derain. Catalogue Raisonné de l'oeuvre peint, Vol. 2, Paris 1996, p. 60, no. 626 (illustrated, titled "Paysage aux environs d'Arles").

The present work, painted around 1930/31, shows the Saint-Sixte chapel, a 12th-century romanesque building located near the southern French commune of Eygalières. Derain repeatedly painted views of this small village that he visited in the early 1930s. Creating his landscapes, he was inspired by the famous French landscape painter Jean-Baptiste Camille Corot.

Estimation CHF 18'000
EUR 17'307
USD 19'354
Zuschlag CHF 32'000
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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