Waldweg.
Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
38x46 cm
Paul Camenisch studierte 1912-1916 Architektur an der ETH Zürich. Anschliessend war er als Bauführer und Architekt in verschiedenen Städten Deutschlands tätig. Ab 1921 schuf er Aquarelle mit fantastischen Architekturen. 1922/23 hielt er sich erstmals für längere Zeit im Tessin auf und beschloss, Maler zu werden. In der Silvesternacht 1924 gründete er mit Albert Müller und Hermann Scherer in Obino die Künstlervereinigung "Rot-Blau" und zog im Folgejahr nach Castel San Pietro. Den Sommer des darauf folgenden Jahres verbrachte er teilweise bei Ludwig Kirchner in Davos. 1930 liess er sich in Basel nieder. Hier wurde er Mitbegründer der "Gruppe 33", deren Präsident er 1936-1952 war. Die unverhohlene Sympathie mit dem Sozialismus und der Sowjetunion führte 1953 zu seiner Absetzung und zu fortschreitender gesellschaftlicher Isolation, die lange eine vorurteilsfreie Würdigung seines Werkes verhinderte. Schuf Camenisch anfangs unter dem Einfluss der Expressionisten um Kirchner Landschaftsbilder von intensiver Farbigkeit, so entwickelte er in den 1930er Jahren einen verstärkt naturalistischen, farblich zurückhaltenden Stil. Thematisch schwankte er zwischen einer primär den künstlerischen Problemen gewidmeten, unpolitischen Malerei und zeitkritischen, oft doppelbödigen Darstellungen, in denen er sich mit aktuellen Strömungen auseinandersetzte.
Das angebotene Werk dürfte gegen Ende der 1930er Jahre entstanden sein.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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