"Alida".
Acryl auf Lwd.,
verso sig., dat. (19)87 u. betitelt,
100,5x80 cm
Provenienz: Galerie Joachim Becker, Cannes (verso Stpl.); Privatbesitz, Schweiz.
Luciano Castelli, Enfant terrible der Schweizer Kunst der 1970er Jahre, wurde als 21-Jähriger in den Kreis der internationalen Avantgarde katapultiert, als Harald Szeemann ihn als Vertreter der "individuellen Mythologien" in die documenta 5 von 1972 aufnahm. Castelli, der von Franz Gertsch hyperrealistisch porträtiert wurde, beschäftigt sich in seiner Kunst hauptsächlich mit der eigenen Person und ihrem Umfeld. 1978 ging er nach Berlin und schloss Freundschaft mit Salomé und Rainer Fetting, die zur Gruppe der Jungen Wilden gehörten. Es entanden gemeinsame Arbeiten. 1989 wurde dem Luzerner eine erste grosse Retrospektive im Musée Cantonal des Beaux-Arts in Lausanne gewidmet. Ab 1993 beschäftigte sich Castelli mit dem Problem der "Tableaux tournants", der mehrseitigen Betrachtbarkeit von Kunstwerken.
Die exotische Schönheit der jungen Afrikanerin Alida, die Castelli 1986 kennen gelernt hatte, inspirierte ihn in den darauf folgenden Jahren zu einer Reihe von Gemälden. Das vorliegende Werk entstand 1987, noch während Castellis Berliner Jahren, als er mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und Elvira Bach zum harten Kern der "Jungen Wilden" gehörte. Schwungvoll gesetzte, breite Pinselstriche, gezielt aus den Fugen geratene Formen, wuchtige Farbigkeit und ein sinnliches Motiv machen das vorliegende Werk zu einem typischen und qualitätvollen Zeugnis der "Wilden Malerei" der 1980er Jahre.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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