"Rebecca, New York", 1921.
Platinabzug,
sig. auf separatem Blatt u.l.,
25,1x20 cm (BG)
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Kleine Retuschen und Eckbestossungen.
Ausstellung: Photosammlung Kunsthaus Zürich. The Marc Rich Collection, Kunsthaus Zürich, 10. Juni - 20. August 1989/Galleria Gottardo, Lugano, 9. März - 29. Mai 1993, je Nr. 62 (mit ganzseitiger Abbildung im Ausstellungskatalog S. 53); Im Kunstlicht, Kunsthaus Zürich, 23.6. – 10.11.1997; Kunsthalle Krems, Österreich, 4.3. – 1.5.1997.
Paul Strand gilt als einer der einflussreichsten amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Karriere nahm unter dem sozialdokumentarischen Fotografen Lewis Hine ihren Anfang. Ab 1909 als selbstständiger Fotograf tätig, plädierte Strand für die "Straight Photography", einen unverfälschten, rein objektiven und mediengerechten Einsatz von Fotografie. Die Reinheit und Direktheit der vom Fotografen entdeckten Formen und Strukturen standen im Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Neben rhythmisch-abstrakten Stadt- und Architekturansichten widmete er sich in den 1920er Jahren detaillierten Nahaufnahmen von Menschen, organischen Formen und Maschinenteilen. Ab den 1930er Jahren arbeitete er vermehrt an Fotografien von Natur, Landschaft und Mensch im Kontext mit der Umgebung, wie auch an Dokumentarfilmen. Seine schlichten, präzisen, aber ausdruckstarken Arbeiten beeinflussten die amerikanische Fotografie entscheidend.
Das Porträt "Rebecca" gehört zu den Hauptwerken des Fotografen. Es entstand als eines von einer mehr als hundert Aufnahmen umfassenden Werkgruppe, die Paul Strand zwischen 1920 und 1932 geschaffen hat. Beim Modell handelt es sich um seine erste Ehefrau, die Malerin Rebecca Strand, mit der er von 1922 bis Anfang der 1930er Jahre verheiratet war. Unser Abzug zeigt das frontal zum Bildbetrachter gerichtete Gesicht Rebeccas in radikaler Nahsicht, umrahmt von ihren erhobenen Armen, die seitlich und oben von den Bildrändern stark beschnitten werden. Das zwischen den Armen eingebettete Gesicht entfaltet damit eine skulpturale Wirkung. Einzelne Lichtreflexe in den Augen sowie auf Nase und Kinn verleihen dem Gesichtsausdruck eine entspannte Natürlichkeit. Die spürbar tiefe emotionale Verbindung zu seinem Modell zeugt von einer grossen Sensibilität des Fotografen Paul Strand und von der hohen künstlerischen Qualität seiner Aufnahme.

Slight retouches, corners bumped.
Exhibition: Fotosammlung Kunsthaus Zürich. The Marc Rich Collection, Kunsthaus Zürich, 10. June - 20. August 1989/Galleria Gottardo, Lugano, 9. March - 29. May 1993, each no. 62 (illustrated in the catalogue p. 53).
The portrait "Rebecca" is one of the main works of the photographer. It’s one of a group of more than a hundred photographs created by Paul Strand between 1920 and 1932. The model is his first wife, the painter Rebecca Strand, with whom he was married from 1922 to the early 1930s. This print shows the front of Rebecca's face directed towards the viewer in a radical close-up view, framed by her raised arms, which are trimmed on the side and top by the edges of the picture. The face embedded between the arms thereby unfolds a sculptural effect. Single light reflections in the eyes as well as on the nose and chin give the face a relaxed and natural expression. The perceptible deep emotional connection to his model illustrates the great sensitivity of the photographer Paul Strand and the high artistic quality of his photographs.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.
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