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MANZÙ, GIACOMO

Bergamo 1908 - 1991 Rom

"Cardinale in pregheira".


Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1952 o.r.,
156,5x105 cm

(Please scroll down for the English version.)

Im unteren Bildbereich oberflächliche Kratzer.

Provenienz: Mr. and Mrs. J.W. Alsdorf, Winnetka/Illinois (verso Etikett, dort betitelt: "Praying Acolyte"); B.C. Holland, Chicago; Tasende Gallery, La Jolla/Kalifornien, 1979, Nr. 220 (verso Etikett, dort betitelt: "Praying Acolyte"); Frank K. Ribelin, Dallas, 1988; Christie's, New York, 9. März 2011, Lot-Nr. 116; Privatbesitz, Schweiz.

Literatur: Inge Schabel Manzù, Manzù pittore, Bergamo 1988, S. 101 (mit Abbildung).

Giacomo Manzú wuchs in Bergamo in ärmlichen Verhältnissen auf. Als Elfjähriger verliess er die Schule, ging bei einem Schnitzer in die Lehre und trug so zum Familienunterhalt bei. Ab 1921 besuchte er die Abendschule und einen Bildhauerkurs und erhielt schliesslich in der Bildhauerwerkstatt seines dortigen Lehrers eine Anstellung. Zu jener Zeit begegnete Manzù dem Werk von Aristide Maillol, das ihn nachhaltig beeindruckte. 1929 begab er sich erstmals nach Paris und im Folgejahr nach Mailand, wo er mit ersten Werken an die Öffentlichkeit trat und Bekanntschaft mit Carlo Carrà machte. Der Anblick des zwischen zwei Kardinälen sitzenden Papstes im Petersdom in Rom sollte 1934 zu einem Schlüsselerlebnis werden, indem der Künstler hierin ein Hauptmotiv für sein künftiges Schaffen fand. 1937 präsentierte Manzù erstmals sein Werk in der italienischen Metropole, und im Folgejahr erhielt er auf der 21. Biennale von Venedig einen eigenen Raum. 1940 berief man ihn als Dozent an die Accademia di Brera in Mailand, wo auch Marino Marini und Carlo Carrà lehrten, und 1947 wurde sein Oeuvre mit einer grossen Retrospektive in Mailand gewürdigt. 1954-1966 hielt sich der Bergamasker als Dozent für Bildhauerei an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg auf. Dort lernte er neben Oskar Kokoschka auch die Tänzerin Inge Schabel kennen, die er wenig später heiratete. 1955 wurde ihm der Auftrag zur Gestaltung eines Salzburger Domportals zuteil, und 1963 schuf er im Gedenken an Papst Johannes XXIII. die "Porta della Morte" am Petersdom.

"Cardinale in preghiera" entstand 1952 wohl als Studie im Zusammenhang mit Giacomo Manzùs erstem, nicht realisiertem Projekt zur Gestaltung eines Portals für den Petersdom in Rom. Erst mit dem Auftrag für die "Porta della Morte" - einem Hauptwerk des Künstlers - fanden diese Studien Wiederverwendung. So begegnet man dem Sujet des im Gebet versunkenen, knienden Kardinals im unteren rechten Feld des Portals.

 

 

Superficial scratches in the lower area of the painting.

Provenance: Mr. and Mrs. J.W. Alsdorf, Winnetka/Illinois (verso label, there titled: "Praying Acolyte"); B.C. Holland, Chicago; Tasende Gallery, La Jolla/California, 1979, no. 220 (verso label, there titled: "Praying Acolyte"); Frank K. Ribelin, Dallas, 1988; Christie's, New York, March 9, 2011, lot no. 116; private collection, Switzerland.

Literature: Inge Schabel Manzù, Manzù pittore, Bergamo 1988, p. 101 (illustrated).

"Cardinale in preghiera" was most likely created in 1952 as a study in connection with Giacomo Manzù's first, unrealized project for the design of a portal for St. Peter's Basilica in Rome. These studies were not reused until the commission for the "Porta della Morte" - a major work by the artist. As a result, one encounters the subject of the kneeling cardinal, lost in prayer, in the lower right field of the portal.

Estimation CHF 12'000
EUR 13'333
USD 15'000

Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com) und per Brief entgegengenommen.

Oder bieten Sie live über diesen Link. Mehr Informationen finden Sie hier.

Dieses Lot wurde auf der Auktion A130 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 06.11.2020 versteigert.


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