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RITZ, RAPHAEL

Brig 1829 - 1894 Sion

"Alterthümer?".


Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1886 u.l., verso a. Künstler(?)-Etikett
betitelt, 66x51 cm

Literatur: Walter Ruppen, Raphael Ritz (1829-1894). Das künstlerische Werk, in: Vallesia, Jahrbuch der Walliser Kantonsbibliothek, des Staatsarchivs und der Museen von Valeria und Majorie XXVII (1972), S. 105, Nr. 150.

Raphael Ritz, berühmtester Spross einer Walliser Künstlerfamilie, empfing ersten Unterricht von seinem Vater, dem Porträt- und Kirchenmaler Lorenz Justin Ritz. 1853-1856 studierte er Landschafts- und Genremalerei an der damals führenden Düsseldorfer Akademie. Im Sommer 1860 eröffnete er daselbst ein eigenes Atelier und avancierte rasch zu einem gefragten Maler idyllischer und gleichzeitig volkskundlich präzise geschilderter Schweizer Genreszenen. Aufgrund seiner regelmässigen Familienbesuche und Studienaufenthalte blieb er seiner Heimat eng verbunden. 1875 liess er sich zusammen mit seiner Frau endgültig im Wallis nieder und engagierte sich in der Folge auf verschiedenen kulturellen Ebenen für seine lokale Umgebung. So etwa war er massgeblich am Aufbau des archäologischen Museums im Schloss Valeria in Sitten beteiligt.

Die vorliegende Interieurszene führt den Betrachter in eine kleine Wunderkammer, in welcher der Darstellung der materiellen Beschaffenheit von Textilien und Objekten besonderen Wert beigemessen wird. Auf dunklen, teils mit reichen Brokatstoffen bedeckten Möbeln findet sich ein Sammelsurium an Krügen, Briefen, Waage und Sakralfiguren. Unter einem kleinen Tischchen stapeln sich Bücher, und an der Decke kreist ein ausgestopfter Adler, unter dem ein älterer, Wasserpfeife rauchender Herr die Figuren der Kinder vor ihm begutachtet. Seine rechte Hand auf ein Geldkästchen gelegt, scheint er den Kauf der präsentierten Königsfigur zu erwägen, um so seine Sammlung an "Alterthümern" zu erweitern.

Estimation CHF 35'000
EUR 32'710
USD 36'458
Zuschlag CHF 30'000

Ausrufzeit: 08.11.2019, circa 18.30 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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