486
WARHOL, ANDY (EIGTL. WARHOLA, ANDREW)

Pittsburgh 1928 - 1987 New York

"$".

Farbserigrafie,
handsig. u.r., num. 11/60,
50,2x39,7 cm

(Please scroll down for the English version.)

Literatur: Frayda Feldman/Jörg Schellmann, Andy Warhol Prints. A Catalogue Raisonné 1962-1987, Milano 2003, S. 175, Nr. II/A./277.

Datiert 1982.

Andy Warhol - der wohl berühmteste Vertreter und Mitbegründer der Pop Art - wurde als jüngstes Kind einer mittellosen und ursprünglich aus der heutigen Slowakei stammenden russischen Arbeiterfamilie in Pittsburgh geboren. Seine Kindheit war aufgrund der herrschenden Grossen Depression und der mit ihr verbundenen Armut von materieller Entbehrung, aber auch von einer katholischen Erziehung geprägt. Aufgrund einer längeren Bettlägerigkeit entfachte Warhols Leidenschaft für Comics, Kinofilme und Radiosendungen bereits in frühen Kinderjahren, woraufhin er auch erstmals mit dem Zeichnen und Collagieren begann. Im Rahmen seines Grafikstudiums am Carnegie Institute of Technologie in Pittsburgh publizierte Warhol bereits 1948/49 erste Werbeillustrationen. Im Anschluss daran zog der Studienabgänger ins Werbemekka New York und änderte umgehend seinen Namen von Andrew Warhola zu Andy Warhol. In den 1950er Jahren legte Warhol als Werbeillustrator den Grundstein zu seiner Karriere und arbeitete in der Folgezeit für renommierte Mode- und Lifestylemagazine. Trotz enormen Erfolgen in der Werbebranche verschrieb sich der Grafiker für die darauffolgenden Jahrzehnte dem Künstlertum. Zu Beginn der 1960er Jahre eignete er sich die Technik des auf serielle Reproduktion ausgerichteten Siebdruckverfahrens an. Im Rahmen seines Schaffens der 1960er bis späten 1980er Jahre beschäftigte er sich, vorzugsweise in angedeuteter Ironie, thematisch mit dem (visuellen) Konsum von Massenmedien und Alltagskonsumgütern (u.a. "Campbell Soup Cans" und "Dollar Signs") sowie mit Ikonen der Popkultur. Warhols Oeuvre umfasst zahlreiche Farbserien und -variationen in peppigen bis schrillen Farben. Neben der seriellen Produktion engagierte sich der Künstler auch als Filmemacher, Musikproduzent, Autor und Theaterregisseur. In den 1970er Jahren wurde Warhol zur Kultfigur der New Yorker Kunstszene.

1962 feierte Andy Warhol mit den Meisterstücken seiner ersten Siebdruckserie wie "Campbell Soup Cans" und "Dollar Bills" weltweite Erfolge. Zu Beginn der 1980er Jahre griff der Künstler das Dollar-Sujet erneut auf und schuf in stilisierter Form die "Dollar Signs", die sich durch ihre Farbintensität und elegant geschwungene Form von den monochromen und statischen Dollarnoten der 1960er Jahre deutlich unterscheiden. Aufgrund der internationalen Bedeutung als Emblem einer kapitalistischen Gesellschaft und als Metapher für deren Konsumkultur erwies sich die Darstellung des Dollars in Form einer Note und eines Zeichens als adäquates Element für Warhols ironische Pop Art-Kunst. Überdies ist es ein offenes Geheimnis, dass der Künstler selbst eine grosse Vorliebe und Faszination gegenüber Geld verspürte. Einst sagte er: "One lady friend asked the right question: 'Well, what do you love most?'. That's how I started painting money".



 
Literature: Frayda Feldmann/Jörg Schellmann, Andy Warhol Prints. A Catalogue Raisonné 1962-1987, Milan 2003, p. 175, no. II/A./277.

Dated 1982.

In 1962, Andy Warhol celebrated worldwide success with the masterpieces of his first silkscreen series such as "Campbell Soup Cans" and "Dollar Bills". At the beginning of the 1980s, the artist took up the dollar subject again and created the "Dollar Signs" in a stylized form, which clearly distinguished themselves from the monochrome and static dollar notes of the 1960s by their color intensity and elegantly curved form. Due to its international significance as an emblem of a capitalist society and as a metaphor for its consumer culture, the presentation of the dollar in the form of a note and a sign proved to be an adequate element for Warhol's ironic Pop Art. Moreover, it is an open secret that the artist himself felt a great preference and fascination for money. He once said: “One lady friend asked the right question: 'Well, what do you love most?' that's how I started painting money”.

Estimation CHF 14'000
EUR 11'666
USD 15'053
Zuschlag CHF 35'000
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
© Dobiaschofsky Auktionen AG 2018
   Impressum
Button Menue mobile
Verwendung von Cookies
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.