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GUILLAUMIN, ARMAND (AUCH JEAN-BAPTISTE ARMAND)

1841 Paris 1927

"Le pont Charraud, gelée blanche".


Öl auf Leinwand, doubliert,
sig. u.r., verso a. Keilrahmen dat. 1903(?),
65,5x81 cm

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Literatur: Georges Serret/Dominique Fabiani, Armand Guillaumin, Catalogue raisonné de l'oeuvre peint, Paris 1971, Nr. 583 (mit Abbildung, dort dat. um 1903).

Schon als 15-Jähriger belegte Armand Guillaumin Abendkurse im Zeichnen. 1861 nahm er ein Kunststudium an der Académie Suisse auf, wo er Paul Cézanne und Camille Pissarro begegnete, mit denen er lebenslang befreundet blieb. Guillaumin nahm am Salon des Refusés und an den meisten gängigen Ausstellungen der Impressionisten teil. Ein Hauptgewinn in der Loterie Nationale verhalf ihm 1891 zu finanzieller Unabhängigkeit. Seine Malerei zeichnet sich durch expressive Farbigkeit aus. Sein kraftvoller Pinselstrich und der lyrische Reiz seiner Landschaften beeinflussten den jungen Matisse.

Im angebotenen Werk hielt Armand Guillaumin die winterliche Landschaft in der Nähe seiner Wahlheimat Crozant fest. Diese Gegend um das Vallée de la Creuse, die für ihre strengen Winter bekannt ist, zog den Künstler besonders an. Hier entstanden in erster Linie Werke mit harmonischer Lichtführung und kontrastreiche Winterlandschaften in zarten Mauve-, Violett-, Rot- und Orangetönen, die sich durch eine spontane Malweise auszeichnen. Auch in "Le Pont Charraud, gelée blanche" tauchte Guillaumin die pittoreske Hügellandschaft mit dem Flüsschen Sedelle unter Verwendung von zarten Pastelltönen sowie kräftiger Grün-, Blau- und Violetttöne in frostige Kälte. Die äusserst nuancenreiche Farbgestaltung der Komposition führt zur optischen Verschmelzung von Vorder- und Hintergrund bzw. von Himmel und Erde.

 

 

Literature: Georges Serret/Dominique Fabiani, Armand Guillaumin, Catalogue raisonné de l'oeuvre peint, Paris 1971, no. 583 (illustrated, dated around 1903).

In the work on offer, Armand Guillaumin captured the winter landscape near his adopted home of Crozant. The artist was particularly attracted to this area around the Vallée de la Creuse, which is known for its harsh winters. Here he primarily created works with harmonious lighting and contrasting winter landscapes in soft shades of mauve, violet, red and orange, distinguished by a spontaneous painting style. In the painting “Le Pont Charraud, glee blanche”, its picturesque hilly landscape with the little river Sedelle is depicted as a frost cold winter scene by using delicate pastel shades and strong green, blue, and violet tones. The extremely nuanced color scheme of the composition leads to an optical fusion of the foreground and the background or of sky and earth.

Estimation CHF 48'000
EUR 44'859
USD 50'000
Zuschlag CHF 40'000

Ausrufzeit: 06.11.2020, circa 15.15 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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