Winterlicher Kirchgang im Tirol.
Öl auf Lwd.,
sig., dat. 1918 u. bez. "Tirol" u.r.,
37,5x43,5 cm
Verso Holzschnitt des Künstlers, Nr. 6.
Der Tiroler Herbert Gurschner absolvierte zunächst eine Ausbildung an der kunstgewerblichen Fachschule in Innsbruck, bevor er 1918 als jüngster Student an der Münchner Akademie der Bildenden Künste aufgenommen wurde. 1920 stellte er erstmals zusammen mit Künstlern des "Mühlauer Kreises" in Innsbruck aus. Seine Ehe mit der englischen Adligen und Schauspielerin Ella Dolores Erskine bot ihm die Möglichkeit zur Knüpfung wichtiger Kontakte in der Londoner Kunstszene, und 1925 erfolgte seine erste Ausstellung in der Themsestadt. Daneben war er an der Biennale in Venedig vertreten, und anlässlich seiner Ausstellungen 1929 und 1931 in der Fine Art Society London erwarb die Tate Gallery sein Ölgemälde "Verkündigung", was ihm zum internationalen Durchbruch verhalf. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zwang den Künstler 1938 ins Exil nach London, wo er ein zweites Mal heiratete und nun vermehrt als Bühnenbildner für den Convent Garden und das Hammersmith Theatre tätig war. Neben Gemälden schuf Herbert Gurschner auch Holz- und Linolschnitte.
"Winterlicher Kirchgang im Tirol" ist eine frühe, durchwegs folkloristisch geprägte Arbeit des Künstlers, in der sich seine grosse Lust an der dekorativen Qualität plakativer Farben in Verbindung mit narrativen Elementen ausdrückt und die gleichzeitig eine enge künstlerische Nähe zu Werken des Tiroler Malers Alfons Walde verrät.
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